Camping wird teurer – vor allem in Österreich

Campingpreise im europäischen Vergleich: Österreich und Schweiz unter den teuersten Ländern.

Das Reise- und Buchungsportal camping.info hat die Übernachtungspreise von mehr als 20.000 europäischen Campingplätzen analysiert. Diese Auswertung zeigt: Eine Campingnacht in Österreich kostet durchschnittlich 40,56 Euro. Damit rangiert Österreich europaweit im oberen Preissegment.

Der Trend ist eindeutig: Camping wird teurer. Die Studie umfasste die Preise von rund 20.000 Campingplätzen in 34 Ländern Europas. Die Kosten für zwei Personen in der Hauptsaison, inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe, stiegen demnach europaweit um 3,5 Prozent. In Ländern wie Kroatien (41,26 Euro), Italien (41,21 Euro), der Schweiz (40,68 Euro) und Österreich (40,56 Euro) zahlen Gäste im Schnitt mehr als 40 Euro pro Nacht. Im Gegensatz dazu sind Übernachtungen in Albanien (14,38 Euro) oder Polen (19,93 Euro) deutlich günstiger.

Die teuersten Camping-Länder:

  • Kroatien: 41,26 €
  • Italien: 41,21 €
  • Schweiz: 40,68 €
  • Österreich: 40,56 €
  • Slowenien: 35,71 €
  • Spanien: 34,82 €
  • Dänemark: 34,35 €
  • Deutschland: 30,27 €

Camping in Österreich besonders teuer

Österreich liegt mit seinem Durchschnittspreis im teuersten Quartett Europas. Die Preise auf den österreichischen Plätzen stiegen durchschnittlich um knapp sechs Prozent und damit stärker als der europäische Durchschnitt. Im Bundesländervergleich sind deutliche regionale Unterschiede festzustellen: Vorarlberg führt die Rangliste mit 46,01 Euro an, dicht gefolgt von Tirol (45,59 Euro). Die günstigsten Regionen für Camper sind Wien (31,88 Euro) und Niederösterreich (33,68 Euro).

Trotz der Preissteigerungen verzeichnet der österreichische Campingmarkt weiterhin eine hohe Nachfrage, so eine Presseaussendung von camping.info. Im Jahr 2025 wurde mit knapp 8,8 Millionen Nächtigungen ein neuer Höchstwert erreicht. Das war ein Plus gegenüber 2024 von rund 3,5 Prozent. Kärnten (2,58 Millionen Nächtigungen) und Tirol (2,52 Millionen) bleiben die Bundesländer mit den meisten Übernachtungen. Wien verzeichnete mit einem Zuwachs von knapp 32 Prozent prozentual den stärksten Anstieg.

Laut Maximilian Möhrle, Geschäftsführer von camping.info, bleibe Camping im Vergleich zu Hotels dennoch eine preiswerte Urlaubsform. Und angesichts der steigenden Nachfrage wird empfohlen, Stellplätze frühzeitig zu buchen

Bild: Kevin Schmid auf Unsplash