Löwen oder Leoparden? Eine Safari hilft bei der Aufklärung

Um die Dressen des englischen Nationalteams ist ein Streit entbrannt – die Unterschiede zwischen „three lions“ und „three leopards“ können bei einer in Südafrika geklärt werden.

Englands Fußballer streiten noch, ob auf ihrem Trikot Löwen oder doch Leoparden zu sehen sind – wer auf Safari geht, kann die Frage vor Ort klären: In Afrika lassen sich beide Großkatzen aus nächster Nähe erleben. Zwei sehr unterschiedliche Touren – eine klassische Rundreise durch Südafrika und eine mobile Walking-Safari in Sambia – zeigen, wie sich Fans ihr eigenes „three lions or three leopards“-Urteil bilden können.

Drei Löwen, drei Leoparden – und ein Streit

Auslöser der aktuellen Debatte ist ein Detail aus der mittelalterlichen Heraldik: Die berühmten „Three Lions“ auf dem Wappen des englischen Fußballverbands gelten streng genommen als „Leoparden“, weil sie waagrecht schreitend dargestellt sind. Fachleute vom King Richard III Visitor Centre erinnern daran, dass im Mittelalter nicht zwischen Löwen und Leoparden als Tierarten unterschieden wurde, sondern die Begriffe nur verschiedene Positionen auf dem Wappenschild beschrieben.

Während Historiker über Fachbegriffe diskutieren, bleibt für Fans eine ganz praktische Frage: Wie sieht eigentlich ein Leopard aus – und wie ein Löwe, wenn er nicht auf dem Trikot, sondern im hohen Gras der Savanne auftaucht? Und wer weiß das wirklich schon so genau?

Safari 1: Rainbow Route in Südafrika

Die „South Africa Rainbow Route“ ist eine 17-tägige Rundreise, die von Johannesburg bis Kapstadt führt und mehrere der bekanntesten Nationalparks des Landes einschließt. Auf dem Programm stehen unter anderem der Kruger Nationalpark, der Malolotja Nature Reserve im kleinen Königreich eSwatini sowie weitere Schutzgebiete, in denen Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel beobachtet werden können – also die klassischen „Big Five“.

Das Bild zeigt einen Leoparden im Kruger Nationalpark in Südafrika
Leopard im Kruger Nationalpark Südafrika (Foto: © Bruce Taylor, beigestellt)

Reisende sind dabei überwiegend im Safari-Truck unterwegs und übernachten in kleinen Lodges und Gästehäusern, was die Tour auch für Afrika-Neulinge gut geeignet macht. Game Drives am frühen Morgen und späten Nachmittag erhöhen die Chance, Löwen auf Beutezug oder Leoparden auf einem Ast ruhend zu sehen – ein deutlicher Unterschied zur flachen Wappen-Grafik auf dem Trikot.

Eckdaten zur Rainbow Route

  • Dauer: 17 Tage, 16 Übernachtungen.
  • Route: Von Johannesburg über Kruger und eSwatini bis zur Garden Route und Kapstadt.
  • Schwerpunkt: Kombination aus Safaris, Landschaftserlebnissen und Kultur – von Bergketten und Küsten bis zu Städten.
  • Preisbeispiel (Windows On The Wild): ab 17 Nächten rund 2.495 Pfund pro Person im Doppelzimmer, inklusive Unterkünften und der meisten Mahlzeiten, zuzüglich internationaler Flüge und Versicherungen.

Wer danach wieder ein England-Spiel schaut, erkennt: Der Löwe im Strafraum ist deutlich größer, breitschultriger und gelassener als sein gefleckter Cousin im Baum – und ganz sicher kein „passant guardant“, sondern eher „bereit zum Sprint“.

Safari 2: Zu Fuß durch das „Tal der Leoparden“ in Sambia

Deutlich näher an der Tierwelt – und an den eigenen Nerven – sind Reisende auf den mobilen Walking Safaris im südlichen Luangwa-Nationalpark in Sambia. Die Region gilt als „Valley of the Leopard“, weil hier besonders viele der scheuen Großkatzen leben und regelmäßig gesichtet werden.

Die Idee: Statt im Jeep zu sitzen, gehen Gäste mit erfahrenen Guides und einem bewaffneten Scout zu Fuß durch die Wildnis. Robin Pope Safaris bietet seit den 1990er-Jahren solche mehrtägigen mobile Walking Safaris an, bei denen das Camp immer wieder verlegt wird und so unterschiedliche Teile des Parks erkundet werden.

Was diese Walking Safari besonders macht

  • Schauplatz: South Luangwa Nationalpark, rund 9.000 Quadratkilometer geschützte Wildnis mit hoher Dichte an Wildtieren.
  • Tierwelt: Mehr als 450 Vogelarten, außerdem Elefanten, Büffel, Flusspferde, Giraffen – und natürlich Leoparden und Löwen.
  • Konzept: Mehrtägige mobile Camps, tagsüber Wanderungen, nachts Zeltübernachtungen mitten im Busch.
  • Preisbeispiel (Windows On The Wild): Sieben Nächte Mobile Walking Safari mit Robin Pope ab etwa 4.925 Pfund pro Person im Doppelzimmer, inklusive Unterkunft, einigen Mahlzeiten, Inlandsflügen, Transfers und professioneller Begleitung, exklusive internationaler Flüge und Versicherungen.

Hier wird der Unterschied zwischen Leopard und Löwe besonders anschaulich: Der Löwe macht sich eher durch lautes Brüllen bemerkbar, während der Leopard lautlos im Schatten eines Baumes verschwindet – ein Verhalten, das kein Wappen und kein Trikot wirklich wiedergeben kann.

Ob die englische Nationalelf künftig mit „three leopards“ einläuft, bleibt aber vorerst eine akademische Frage – wer zurück von einer Safari kommt, wird auf jeden Fall ein deutliches Bild von beiden Tieren im Kopf haben. Und vielleicht auch eine neue Lieblingskatze, ganz unabhängig vom Trikot …